Der lange Tag 2015 – 300 km mit dem Rad durchs Münsterland

Mittlerweile war es die vierte Auflage unseres ‚Der lange Tag‘, der Ursprung geht zurück ins Jahr 2012 wo es bei www.fasttwitch.de ein Cardio-Special gab. Das hatten wir zum Anlass genommen über große Teile des Lenneradweg mit unseren Crossern nach Winterberg zu fahren und über den Ruhrradweg zurück, mit dem Ziel 10 Stunden im Sattel zu sitzen.
Dieses Jahr spukte die 300 km schon länger im Kopf rum und Ina war direkt Feuer und Flamme, natürlich neben der üblichen Bedenken ob sie es wohl schaffen würde.
Gestern war es dann soweit, das Wetter passte, die Tour war geplant und der Wecker klingelte früh, so dass ich kurz vor Fünf in der Küche stand und Frühstück machte. DSC_0848
Pünktlich drei Minuten vor sechs konnten wir die Starttaste der Garmins drücken und es ging los über leere Straßen Richtung Münsterland.
Die Tour hatten wir durch drei Pausenpunkte geteilt, wo wir auf offene Bäckereien und Tankstellen treffen sollten, wie ich vorher recherchiert hatte. Dies wies sich als guter Schachzug aus, einmal wusste man das man sich problemlos versorgen konnte und so waren es ja im Prinzip nur vier kleinere Etappen ;).DSC_0858
Erstes Ziel war Dülmen das wir zügig nach 3:15 herreichten, hier gab es Kaffee und Laugenstangen und nach 15 Minuten ging es weiter. Um Billerbeck wurde es nochmal etwas hügeliger, der Anstieg bei Darup hat sogar um die 10% in der Spitze, aber für uns Sauerländer alles nicht mehr als eine Schüppe Sand.
Das Wetter war mittlerweile bei angenehmen 20+ Grad angekommen, beim Start waren es ja nur 11 Grad gewesen. Kurzweilig rollten wir weiter, um bei Km 156 in Emsdetten die zweite Pause zu machen. Hier wurden an der Tankstelle die Flaschen gefüllt und in der Bäckerei gab es wieder Kaffee und Laugenstangen.
Danach ging es weiter Richtung Saerbeck, wo wir zum Teil die Laufstrecke und Radstrecke des in der nächsten Woche stattfindenden Triathlons passierten. Über den Lengericher Damm ging es dann weiter bis kurz vor Lengerich. Bei Km 180 vermeldete Ina 6:53 h Fahrzeit und das es ja nur noch 120 km wären.DSC_0864
So ab Km 205 wurde es etwas zäh bei mir, zu der Zeit hatten wir mit etwas Gegenwind zu kämpfen, der Gedanke an eine kühle Cola bei nächsten Stop in Freckenhorst hielt mich aber bei Laune und so erreichten wir bei so KM 225 den dritten Pausenpunkt.
Hier füllten wir die Flaschen, oder fast alle Flaschen, Ina hatte gedacht ihre eine Flasche wäre noch gut voll, was im Endeffekt aber nicht war, was uns bei KM 280 zu einer Kurskorrektur zwang, da wir trocken gelaufen waren.
So bei Km 250 wurde es etwas dunkler und die folgende Stunde hatten wir etwas Regen, nie so das man richtig nass wurde, aber die Straßen waren doch schon gut nass und die Temperaturen sanken auf so 17-18 Grad.
Vor Unna wurde dann Google befragt und wir haben uns zur nächsten Tanke leiten lassen, wo es nochmal Wasser und Cola gab. Das gab dann genug Energie um die letzten KM in Angriff zu nehmen.
Als wir wieder auf die geplante Strecke stießen zeigte ein kurzer Check, dass wir mit 301 km eine Punktlandung hinbekommen sollten. Wir nahmen noch die Wellentäler hinter Langschede Richtung Sümmern mit und die BeiDSC_0905ne waren auch noch willig. Die 300er Marke dann 1 Km vor zu Hause und es war deutlich über einen 25er Schnitt.
Strava bereinigte die Fahrzeit dann auf 11:44 h, 301.1 km und 1500 Hm, zum Schluss konnte ich sogar noch unseren Schlussanstieg hoch sprinten, die Beine waren immer noch willig.
Es war wieder ein toller Tag, der wieder zeigt, dass man doch eine unglaubliche Ausdauer hat. Ich kann auch nicht sagen dass es eine Strapaze war, sicher geht ab so 200 km der Focus mehr auf das Ziel und das Landschafterlebnis rückt etwas in den Hintergrund. Es wäre auch noch mehr gegangen, aber für gestern reichte es vollkommen und nachdem wir die gelieferte Pizza inhaliert hatten, ging es doch ziemlich früh ins Bett.DSC_0910
Heute, am Tag danach, verspürt man schon eine gewisse Müdigkeit und leichten Muskelkater, aber alles in einem angenehmen Bereich. Eine kleine Fotosammlung gibt es hier , die Tour kann man sich bei Strava ansehen.

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